Gemeinde Chamerau

SchulbeginnVolle Schultüten und skeptische Blicke

Für 32 Abc-Schützen gab es in der Grundschule einen freundlichen Empfang

Chamerau. „Herzlich willkommen“, tönte es Dienstag den 32 Schulanfängern und ihren Eltern in der Aula der Grundschule entgegen. Die Kinder der 2. bis 4. Klassen hatten extra für diesen Tag das Lied „Sei willkommen Erstklasskind“ einstudiert.
Voll bepackte Schultüten in der einen Hand, den Jackenzipfel eines Elternteils in der anderen, harrten die Kinder mit erwartungsvollen Blicken dem Beginn eines neuen Lebensabschnitts entgegen.
Nach der musikalischen Begrüßung in der Aula der Grundschule hieß Rektorin Gaby Rötzer die Schulanfänger, Eltern und Bürgermeister Stefan Baumgartner herzlich willkommen: „Der erste Schultag ist ein Festtag, für euch und für eure Eltern und für die ganze Schule.“ An die Eltern richtete die Schulleiterin die Bitte, die Kinder zwar zu fördern, aber nicht zu überfordern.
Im Namen der Gemeinde Chamerau begrüßte Bürgermeister Stefan Baumgartner die Abc-Schützen, wünschte ihnen alles Gute und viel Freude beim Lernen. „Ihr seid heute die wichtigsten Personen“, meinte Bürgermeister Baumgartner. Schule sei ein tolles Erlebnis; sie lehre den Abc-Schützen all das, was die größeren Kinder und ihre Eltern schon können: lesen, rechnen, schreiben und Musik machen. Durch die Schule können die Kinder die Welt der Erwachsenen verstehen lernen. Und lernen könne „unheimlich spannend sein“. Damit wolle er mit dem Vorurteil aufräumen, dass der Schuleintritt „Schluss mit lustig“ bedeute. Umgekehrt sei es richtiger, denn auch in der Schule sei das Spielen ganz wichtig. Es bleibe bloß nicht mehr so viel Zeit dafür, neben dem Unterricht und den Hausaufgaben. Die Eltern sollten deshalb darauf achten, dass die Kinder daheim spielen können, aber nicht zu viele Angebote machen, damit kein Freizeitstress entsteht. Als Willkommensgeschenk verteilte das Gemeindeoberhaupt an die Schulanfänger bunte Stifte und Gummibärchen.
Rektorin Gaby Rötzer erzählte den Kindern eine Geschichte von den Perlenkindern, die jeden Tag in den Kindergarten gingen und größer und immer größer wurden. Der Wunsch der Perlenkinder war, einmal eine Kette zu bilden. Als der Perlenlehrer eines Tages mit der Größe zufrieden war, freuten sie sich alle zusammen, eine Perlenkette zu sein. „Unsere Schulgemeinschaft“, so Rektorin Rötzer, „muss wachsen dürfen wie eine Perlenkette und auch so gepflegt werden.” Für jedes Abc-Schützenkind wurde symbolisch eine Perle mit dem Namenskärtchen des Kindes an eine lange Kette gehängt damit alle fest „zusammenhalten“ mögen.
Die Schüler der 2. bis 4. Klasse sangen das Lied „Mit der Grundschul geht’s jetzt los“, nach der Melodie von „Affe, Affe in Afrika“. Nun gingen die Schüler der kombinierten Klasse 1/2 (acht Schulanfänger und neun Zweitklässler) mit Eltern und Klassenlehrerin Rektorin Gaby Rötzer ins Klassenzimmer. Ebenso tat dies die reine erste Klasse mit den 24 Schulanfängern mit Klassenleiterin Marion Heimerl. Die Abc-Schützen sind im Schuljahr 2015/16 mit 32 Schülern besetzt, 15 Mädchen und 17 Buben. Die Kombiklasse 3/4 wird von Claudia Mühlbauer geleitet. Für einen Teil des Katholischen Religionsunterrichts wird Pfarrer Kilian Limbrunner zuständig sein. Barbara Baltes erteilt Religionsunterricht für die evangelischen Schüler. Das Fach Werken/Textiles Gestalten wird Fachoberlehrerin Monika Ettl unterrichten. Mit weiteren Stunden sind neu an der Schule der Förderlehrer Eduard Zach, Michaela Bergbauer und Andrea Früchtl.
Nachdem alle Neulinge ihre Namenskärtchen von der Tafel abgeholt hatten, mussten die Eltern das Klassenzimmer verlassen, weil sich sonst der Clown „Pipo” nicht sehen lassen wollte. Die Eltern wurden bis Schulschluss mit Kaffee und Kuchen vom Elternbeirat bewirtet.
Nach der Pause begaben sich die vier Klassen zur Kirche Peter und Paul zum Schulanfangsgottesdienst, bei dem Pfarrer Kilian Limbrunner allen Schülern seinen Segen erteilte, mit den besten Wünschen für einen guten Start in den neuen Lebensabschnitt. Alle stimmten in die Lieder „Wenn das Brot, das wir teilen“, „Heilig, heilig, ist der Herr“, „Pass auf, kleines Auge, was Du siehst“ und „Ich habe Freude im Herzen“ ein, unterstützt wurden die Schüler von Rektorin Rötzer auf der Gitarre.