Gemeinde Chamerau

GeröllfangschachtGeröllfangschacht für Kläranlage

Kosten von 45 000 Euro - Weiterer Schritt zur zukunftsorientierten Sanierung

Chamerau. Nach rund 28 Jahren mit einem weitgehend störungsfreien Betrieb stand für die Kläranlage in Lederdorn eine größere Investition an. Der Sandfangrechen, der 2011 erneuert wurde, läuft Tag und Nacht. Um den Verschleiß durch Geröll, der bei Gewittern stark auftritt, so gering wie möglich zu halten, beschloss der Gemeinderat, vor diesem Sandfangrechen einen Geröllfangschacht einzubauen. Im Belebungsbecken verbleiben immer mehr Rückstände, die in der Konsequenz zu einer schlechteren Reinigung des Abwassers führen. Laut Bürgermeister Stefan Baumgartner wurde die Kläranlage in Lederdorn wieder fit für die Zukunft gemacht. Dafür wurde der Beton-Geröllfangschacht, der in Fertigbauweise erstellt wurde und auch eine Belüftung besitzt, vor dem Betriebsgebäude dank des idealen Wetters in kürzester Zeit eingebaut. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 45 000 Euro, wobei alleine für das Schachtbauwerk 28 000 Euro aufgewendet werden mussten. Für die beiden Kläranlagen im Gemeindegebiet werden im laufenden Geschäftsjahr circa 75 000 Euro für Sanierungsmaßnahmen aufgewendet. Der Geröllfangschacht hat ein Fassungsvermögen von sechs Kubikmetern davon werden für das Auffangen von Geröll bis zum Überlauf zwei bis zweieinhalb Kubikmeter benötigt. Hat sich der Geröllfangschacht bis zu einer bestimmten Höhe gefüllt, erfolgt eine automatische Warneinrichtung (Grenzwertgeber) dafür, dass mittels einer Grubenentleerungsfirma der Schacht entleert werden muss. Der Sand- oder Geröllfang einer Kläranlage ist ein Absetzbecken innerhalb der mechanischen Stufe mit der Aufgabe, große, absetzbare Verunreinigungen aus dem Abwasser zu entfernen beispielsweise Sand, Steine oder Glassplitter. Diese Stoffe würden zu betieblichen Störungen in der Anlage führen, wie etwa Verschleiß, Verstopfung oder gar den biologischen Reinigungsprozess der Abwassers. In der Kläranlage Lederdorn handelt es sich um eine Tauchtropfkörper-Anlage, in der die Biologie des Herzstück der Anlage ist. Hier findet die eigentliche Reinigung des Abwassers statt. Verantwortlich für die Reinigung sind zahlreiche Mikroorganismen, die freischwimmend im Abwasser Schmutzstoffe wegfressen. Die biologische Reinigung erfolgt in drei Becken, ehe das geklärte Abwasser in den nahen Roßbach eingeleitet wird. Nach dem Anschluss der Abwasserleitung Lederdorns an den Geröllfangschacht waren (v.l.) stellvertretender Klärwärter Ludwig Vogl, Dipl.Ing. Norbert Hoffmann, Bürgermeister Stefan Baumgartner sowie die Mitarbeiter der bauausführenden Firma sichtlich erfreut über den Baufortschritt