Gemeinde Chamerau

HundetoilettenChamerau hat jetzt Hundetoiletten

Kommune Der Kot soll beim Gassigehen nicht mehr auf Gehweg oder Rasen landen.

Chamerau. Angeblich bringt es ja Glück, in einen Hundehaufen zu treten. Das mag schon sein, gleichwohl aber so mancher Mensch, der Undanks diese geruchs- und verschmierungsintensive Erfahrung macht, auf jene Art des Glücks lieber doch verzichten möchte. So ein beherzter Tritt in die stinkende bräunliche Masse ist sicherlich nicht jederfraus/jedermanns Sache.
Alles andere als Wohlwollen war für Wanderer, Fußgänger und auch die Landwirte die Hinterlassenschaft der Hunde. In anderen Gemeinden haben sich Hundetoiletten bereits bewährt und die Landwirte haben sich zu Recht beschwert, wenn die Wiesen in der Form verschmutzt wurden. Schließlich dient das Gras der Wiesen zur Erzeugung von Lebensmitteln.
In der Gemeinde gibt es 190 gemeldete Hunde. Nicht viel sollte man meinen - dennoch machen auch sie täglich ihre Häufchen. „Leider machen sie diese nicht immer dort, wo es keinen stört”, sagt Bürgermeister Stefan Baumgartner. „Beim Rasenmähen auf den öffentlichen Grünflächen fanden Gemeindearbeiter in letzter Zeit immer häufiger die Hinterlassenschaften der Vierbeiner”. „Ein häufiger Grund für durch Hundekot verschmutzte Gehwege und Rasenstreifen sind fehlende Entsorgungsmöglichkeiten für die Hundebesitzer”, sagt Bürgermeister Stefan Baumgartner. Dem Bürgermeister ist ein ordentliches Ortsbild wichtig. Damit die „Haufen sich nicht mehr häufen“ habe sich der Gemeinderat vor kurzem für die Aufstellung von drei Hundetoiletten geeinigt”. In einem dunklen, unaufdringlichen Grün passen sich die Säulen mit zwei Behältern in die Landschaft ein. Nein, sie sind keine Zierde, aber das ist ja Hundekot auch nicht. So empfanden es Bürger, die sich bei der Gemeindeverwaltung über den Hundekot auf Bürgersteigen, Wanderwegen und Spielplätzen beschwert hatten.
Seit letzter Woche stehen nun in Chamerau drei Hundetoiletten, die aus einer Kombination von Hundekottütenspender und einem Behälter bestehen, aufgestellt wurden sie von Mitarbeitern des Bauhofes. Als Standorte wurden die neuralgischen Punkte gewählt, wo die meisten Hunde mit ihren Herrchen Gassi gehen. An der „Hundemeile“ entlang des Feldweges in Gillisberg bei der Fatimakapelle. Unterhalb des Alten Friedhofes. Die dritte Hundetoilette steht am Eingang zum Gemeindepark. Dort kontrollierte Bürgermeister Stefan Baumgartner diese Woche, inwieweit sich das Verhalten der Hundebesitzer seit dem Aufstellen gebessert hat und die Toiletten benützt werden. Sein Fazit nach der ersten Besichtigung viel erstmals positiv aus.
Baumgartner: „Wichtig ist mir noch, dass die Tütchen nicht irgendwo in die Natur geworfen werden.” Dann wäre der Effekt ins Gegenteil gekehrt. „Notfalls stellen wir noch eine vierte Toilette auf. Hauptsache, die Natur bleibt sauber”.
Überall habe es ein wenig gedauert, bis die Toiletten angenommen wurden, dennoch sei die Resonanz positiv. Auf diesen Effekt hofft nun auch das Gemeindeoberhaupt. „Jeder will es doch vor seiner Haustüre sauber haben. Ich baue darauf, dass unsere Hundebesitzer da mitwirken”. Die Abfallbehälter der Hundetoiletten werden von Mitarbeitern des Bauhofes regelmäßig entleert und die Tütenspender aufgefüllt.