Gemeinde Chamerau

Bundestagsabgeordnete

Bundestagsabgeordnete zu Gast in Chamerau

Marianne Schieder besichtigt Bürgerhaus – „Roten“ Bürgermeistersekt als Geschenk

Chamerau. Im Rahmen ihrer Informationstour durch den Wahlkreis, bei der der Kontakt zu den Bürgermeistern und Kommunen gepflegt und intensiviert werden soll, machte MdB Marianne Schieder am Donnerstagnachmittag Station in Chamerau. Als Grund ihres Besuches nannte Marianne Schieder, sie suche den Kontakt zu den Bürgermeistern, um sich vor Ort über deren Probleme zu informieren.
Die Bundespolitikerin nahm sich zwei Stunden Zeit, um mit Bürgermeister Stefan Baumgartner über gemeindliche Brennpunkte allgemeiner Art zu diskutieren. Die Bundestagsabgeordnete erfuhr dabei von den soliden Gemeindefinanzen, aber auch von einigen Sorgen. Ein hängendes Problem in der Gemeinde ist nach wie vor die Umgehungsstraße Lederdorn. Hier liegt der Planfeststellungs-Beschluss bereits vor, allerdings muss noch die Entscheidung des Bayerischen Verwaltungs-Gerichtshofes in München abgewartet werden. Ein Kläger (ein zweiter hat seine Klage bereits zurückgezogen) will die Zulassung der Berufung gegen ein bereits ergangenes Urteil des Verwaltungsgerichtes in Regensburg erwirken.
Bürgermeister Stefan Baumgartner führte die Bundestagsabgeordnete dann durch das am 31. Juli eingeweihte Bürgerhaus, stellte dabei die Regentalgemeinde anhand von Zahlen und Statistiken kurz vor. Außerdem erläuterte das Gemeindeoberhaupt die Vorteile sowie die Probleme einer typischen Landgemeinde im ostbayerischen Raum.
Mit dem Kindergarten, Schule, Turnhalle, Gemeinde und den beiden Friedhöfen, sowie den vielen Parkplätzen, entstand ein Zentrum, das ortsmittig aber weg von gefährlichen Straßen ist. Es waren schon circa 15 Führungen im Bürgerhaus aus den verschiedensten Gemeinden. Der Eindruck aller Besucher „Hier ist ein Zentrum entstanden, das nichts zu wünschen übrig lässt!".
Der Eingangsbereich des Bürgerhauses wurde vom Architekten genau als Achse zwischen dem Lamberg und dem Haidstein gewählt. Das Rathaus ist mit EDV, mit elektronischem Archiv, Bürgerbüro, Kasse, Sozialamt, Kämmerei, Geschäftszimmer und Bürgermeisterbüro modern ausgestattet.
MdB Marianne Schieder zeigte sich beeindruckt und wissbegierig über das Bürgerhaus in Chamerau, dass inmitten eines Gemeindezentrums liegt, wie man es nur selten findet. Nach dem Rundgang durch das neue Bürgerhaus, von dem die Abgeordnete sehr angetan war und zum Ausdruck brachte, dass dieses Bauwerk die Gemeinde wieder ein Stück weiter nach vorne bringen werde, traf man sich im Bürgermeisterzimmer zu einem zwanglosen Gespräch. Bürgermeister Baumgartner brachte dabei seine Freude zum Ausdruck, dass die Abgeordnete sich die Zeit genommen habe, auch die Gemeinde Chamerau zu besuchen.
Marianne Schieder betonte, dass sie es für Wert befindet, wenn man persönlich über allgemeine Themen reden könne. In der Kommunalpolitik könne man nur verwirklichen, was an Rahmenbedingungen auf Bundes- und Landesebene vorgegeben wird.
Das Bemühen der großen Koalition sei es, die Situation der Gemeinden entscheidend zu verbessern, denn es könne nicht sein, dass, wie in der Vergangenheit, den Kommunen immer mehr Aufgaben zugewiesen werden und sie dann aber finanziell nicht ausreichend unterstützt werden. Ein großes gesellschaftliches und wirtschaftliches Problem sah der Gast darin, wenn sich die derzeitige Entwicklung fortsetzen sollte, dass verstärkt junge Menschen ihre Heimat verlassen und in die Zentren München und Nürnberg abwandern. In diesem Zusammenhang zeigten sich der Gast, ebenso wie Bürgermeister Baumgartner, erfreut über die privaten Investitionen im Wohnungsbau sowie im Neubau der Pflegeeinrichtung „Haus Margerita“ im Gesamtvolumen von 13 Millionen Euro, die in der Gemeinde im nächsten Jahr beginnen werden. MdB Marianne Schieder zeigte viel Verständnis für die Sorgen und Nöte und versprach, sich für die Belange von Chamerau soweit wie möglich einzusetzen.
Nach verschiedenen Diskussionen über die Kommunalpolitik überreichte Bürgermeister Stefan Baumgartner noch eine Flasche „roten“ Bürgermeistersekt als Geschenk für den hohen Gast.