Gemeinde Chamerau

Schnelles Internet

Chamerau und seine Ortsteile surfen mit High-Speed

Projekt Gemeinde und Telekom erklären den Internetausbau für beendet. Nun bleibt die Frage: Wie viele schließen an?

 Chamerau. Endlich – das Zeitalter der langen Übertragungs- oder Ladezeiten im Internet gehört der Vergangenheit an, zumindest vorerst in der Gemeinde Chamerau. Zufriedene Gesichter am Dienstag im Bürgerhaus: Die Gemeinde und die Deutsche Telekom haben den offiziellen Abschluss der Arbeiten für den Breitband-Ausbaus im Gemeindegebiet bekanntgegeben. In einem eigens angerichteten Pressetermin zur Übergabe und Inbetriebnahme des schnellen Internets konnte Bürgermeister Stefan Baumgartner die für die Umsetzung des Breitbandausbaus verantwortlichen Vertreter von der Telekom, vom K+B expert Fachmarkt als Partner der Telekom im Bürgerhaus begrüßen. Die Telekom hat das Datennetz mit der neuesten Technik ausgestattet, so Harald Albert, Regiomanager der Telekom. Rund 300 Haushalte in Chamerau können jetzt ruck zuck ins Internet gehen, E-Mails verschicken oder Musik herunterladen. Je nachdem, wie weit die Bürger vom Schaltgehäuse entfernt wohnen, erreicht die Übertragungsgeschwindigkeit bis zu 50 Megabit pro Sekunde (MBit/s). Diese Datengeschwindigkeit ermöglicht das schnelle Versenden auch größerer Datenpakete mit einem Volumen von zweistelligen Megabytes sowie das Streamen von TV- und Video-Angeboten in hoher Qualität sowie eine schnelle Anbindung an die Welt der Online-Spiele. Die Telekom hat das Datennetz mit der neuesten Technik ausgestattet. Dass eine Reihe von Chamerauer Bürgern auf die Verbesserung gewartet haben, belege die Zahl von vielen Haushalten, die sich für den schnellstmöglichen Anschluss haben registrieren lassen, erläuterten Wilhelm Köckeis, Ausbau-Fachmann der Telekom, sowie Harald Albert, Regiomanager der Telekom Deutschland GmbH, Roland Oberndorfer für den indirekten Vertrieb der Region Süd und Alfred Niesner, der als stellvertretender Marktleiter von K+B Cham für die neuen Anschluss-Verträge der Ansprechpartner vor Ort ist. Dazu gehöre auch die Verfügbarkeits-Prüfung, die für jeden Anschluss online über Telekom.de oder eben im Fachmarkt vorgenommen werden kann. Wie viele Bürger dann tatsächlich gegen Aufpreis ins schnelle Netz wechseln werden, ist nach den Worten von Wilhelm Köckeis schwer zu sagen. Das Ziel laute, 50 Prozent der potenziellen Anschließer auch zu einem solchen Schritt zu bringen. Dazu werde auch eine entsprechende Werbekampagne durch K+B Cham in den nächsten Wochen gestartet. Wie viele nutzen das Angebot? Je nachdem, wie weit die Bürger vom Schaltgehäuse entfernt wohnen, erreicht die Übertragungsgeschwindigkeit nun bis zu 50 Megabit pro Sekunde. Wird im kommenden Jahr ein technischer Kniff namens “Vectoring” von der Telekom getan, erhöhe sich die Bandbreite noch mal um den Faktor zwei. “Damit können auch mehrere Geräte pro Anschluss in hoher Qualität entspannt streamen,” sagt Köckeis. Nur müssen die das dann auch wollen - entsprechende Anreize zu schaffen, daran arbeite die Telekom auch mit. Als Erleichterung sehen die Verantwortlichen die nahe Freischaltung auch für eine Reihe von Unternehmen, die durch die zunehmende Digitalisierung auf ein möglichst breites Breitband immer stärker angewiesen sind. Aktuell nur ein Zwischenschritt Der letzte Stand der Technik sind hier Glasfaserleitungen bis hinein in die Immobilie. Die könnten sich Unternehmen nun zusätzlich kaufen, für die normalen Hausanschlüsse rechnen die Fachleute den Ausbaubeginn mit etwa 2019. Telekom-Vertriebsdirektor Harald Albert: “Die jetzige Technik ist nur ein Zwischenschritt hin zu noch größeren Bandbreiten per Glasfaser. ”Schnelle Internetverbindungen sind ein wichtiger Standortvorteil und in einer modernen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken“, so Harald Albert, Regiomanager der Telekom Deutschland GmbH. Im Rahmen der Initiative ”Mehr Breitband für Deutschland“ (MBfD) hat die Telekom seit 2008 bereits knapp sechstausend Ausbaukooperationen mit Gemeinden und Investoren geschlossen. Weit über zwei Millionen Haushalte haben auf diese Weise Zugriff auf schnelle Internet-Anschlüsse erhalten. Und zwar zusätzlich zum regulären Breitbandausbau, in den das Unternehmen pro Jahr bis zu vier Milliarden Euro investiert. Auch in diesem Jahr treibt die Telekom den Breitbandausbau weiter voran. Jede Stunde wächst das Telekom-Netz um eineinhalb Kilometer. Bürgermeister Stefan Baumgartner kritisierte, dass die zeitlichen Vorgaben der Gemeinde durch die Telekom und ihre ausführende Firma nicht ganz eingehalten werden konnten, aber man mit der geringen Verzögerung leben könne. Speziell profitieren von dem VDSL-Ausbau der Deutschen Telekom die Chamerauer Ortsteile Meinzing, Hörwalting, Gillisberg, Staning, Roßbach, Roßberg, Gilling, Bärndorf, Kläranlage Lederdorn, Urleiten, Breitensteinmühle, Wallmering, Wölsting und das Gewerbegebiete Chamerau. Über 30 Kilometer Glasfaserkabel mussten in das Erdreich verlegt oder in Lehrrohre eingeblasen werden. 10 Kilometer offene Bauweise waren dabei notwendig. 10 Schaltkästen und zwei Glasfaserverteilerkästen (NVT) wurden benötigt und letztendlich wurden die einzelnen Glasfaserkabel in die neu aufgestellten Multifunktionsgehäuse vernetzt. Schnelles Internet ist ein wichtiger Standortvorteil und in einer modernen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Bei den Bau- und Erschließungskosten für die Breitbanderschließung profitierte die Gemeinde vor allem davon, dass sie sich schon frühzeitig für diesen Ausbau engagierte und dadurch beim 1. Förderungsprogramm mit dabei war. Das Gemeindeoberhaupt zeigte sich zufrieden über die Entwicklung in der Gemeinde Chamerau und freute sich, dass die Bürger in den ausgebauten Ortsteilen nun das schnelle Internet nutzen können. Für die gute Zusammenarbeit bedankte er sich bei allen Partnern mit einem Weißwurstfrühstück beim ”Bäckerwirt“. Baumgartner dankte den Bürgern für ihre Geduld mit den erfolgten Arbeiten. (che)
 
Start zum schnellen Internet an der Glasfaser-Verteilerstation in der Bergstraße in Chamerau: Wilhelm Köckeis von der Telekom, Bürgermeister Stefan Baumgartner, Harald Albert von der Telekom, Alfred Niesner, Marktleiter K+B expert Fachmarkt Cham und Roland Oberndorfer Vertriebsleiter des Telekom Service Region Süd (v.li.). Foto: CHE