Der Chronist der Dorfgemeinde
Seinen 80. Geburtstag feierte Ferdinand Engl im engsten Familienkreis. „Externe“ Gratulanten waren Bürgermeister Stefan Baumgartner und Pater Praveen Martin, die dem Jubilar für sein großes Engagement in der Dorf- und Filialgemeinde dankten.
Ferdinand Engl wurde am 17. März 1946 als zweites von fünf Kindern des Ehepaars Ferdinand und Melanie Engl in Niederrunding geboren. Nach dem Volksschulbesuch in Runding erlernte er den Beruf des Schlossers. In verschiedenen Firmen stellte er seine Fachkenntnisse unter Beweis, ehe er 1970 zu der neu in Lederdorn angesiedelten Firma UVEX wechselte und dort im Werkzeug- und Formenbau bis zu seinem Renteneinstieg beschäftigt war.
In Vereinen engagiert
Ende der 1960er-Jahre tat sich auch im Privatleben von Ferdinand Engl vieles. Im März 1967 heiratete er Ingrid Gigler. 1968 kam Sohn Christian zur Welt, drei Jahre später Tochter Elke. Zwischenzeitlich hatte sich die Familie ein Haus in Lederdorn gebaut. Nicht nur beruflich war Ferdinand Engl sehr engagiert, sondern auch im Vereinsleben seiner neuen Heimatgemeinde. Er ist Mitglied bei allen Ortsvereinen, bei einigen sogar Gründungsmitglied. Auch kommunalpolitisch ist der Jubilar beim Ortsverband der SPD über Jahre hinweg sehr aktiv. Er war zudem als Betriebsrat bei der Firma UVEX tätig und wurde zum ehrenamtlichen Richter am Sozialgericht in Regensburg bestellt. Dieses Ehrenamt führte er über 30 Jahre aus. Die Lederdorner kennen und schätzen den Jubilar, der bei jeder Veranstaltung mit seinem Markenzeichen, dem Fotoapparat, präsent ist.
Mit seinen Bildern hält Ferdinand Engl das Dorfgeschehen fest. Aus diesem Hobby entwickelte sich ein neues Betätigungsfeld. In umfangreichen Chroniken – entstanden in mühevoller Kleinarbeit – hält er historische Begebenheiten in den Orten Niederrunding, Chamerau und vor allem Lederdorn für die Nachwelt fest.
Umfangreiche Chronik
Zum Hauptwerk ist dabei die umfangreiche Chronik „970 Jahre Lederdorn – 1054 bis 2024“ geworden. „Diese Chronik gehört in jeden Lederdorner Haushalt“, sagte Bürgermeister Baumgartner in seiner Laudatio. „Der Ort Lederdorn hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr zum Positiven entwickelt. Und das hat Ferdinand Engl in Wort und Bild für die Nachwelt festgehalten“, dankte Baumgartner dem Chronisten.
Dass dem leidenschaftlichen Opa Ferdinand Engl noch viele Jahre bei guter Gesundheit beschieden sein mögen, war der Wunsch der Gratulanten.