Ein wunderbares Fest am zweiten Adventssonntag
Am zweiten Adventssonntag erlebte die Gemeinde Chamerau einen besonderen Höhepunkt in der Pfarrei St. Peter und Paul. Um 10 Uhr fand ein feierlicher Pontifikalgottesdienst mit Bischof Dr. Rudolf Voderholzer statt, der die Pfarrkirche bis auf den letzten Platz füllte. Die festliche Atmosphäre wurde durch den feierlichen Einzug des Bischofs, flankiert von Ministranten, Lektoren, Mitgliedern des Pfarrgemeinderates sowie dem Bürgermeister Stefan Baumgartner, geprägt.
Pfarrer Kilian Limbrunner hieß den hohen Gast herzlich willkommen und betonte die Freude der Gemeinde über seinen Besuch. Bischof Voderholzer äußerte sich berührt und erklärte, dass es sein erstes Mal in Chamerau sei – ein Besuch, den er gerne wahrnehme, um die verschiedenen Pfarreien seines Bistums kennenzulernen.
Im Rahmen des Gottesdienstes wurde die zweite Kerze am Adventskranz entzündet, begleitet von den ersten beiden Strophen des beliebten Liedes „Wir sagen euch an den lieben Advent“. Die Stimmen der Chorsänger des ökumenischen Kirchenchores Bad Kötzting/Runding und des Chors KlangRegen Chamerau erfüllten das Kirchenschiff. Unterstützt von den Streichern des Kirchenorchesters wurden die Missa brevis Sancti Joannis de Deo von Joseph Haydn sowie Mozarts „Laudate Dominum“ aus „Vesperae Solennes de Confessore“ dargeboten.
Dankansprache an die Gemeinde
Liebe Schwestern und Brüder, es ist mir eine große Freude, heute hier zu sein und den herzlichen Empfang durch unsere Kindergartenkinder zu erleben. Ihr Lächeln und eure frohen Gesänge haben mein Herz erfreut. Ein herzliches Dankeschön an die kleinen Hände, die uns mit so viel Freude empfangen haben!
Ebenfalls möchte ich meinen Dank für den schönen Kirchenzug aussprechen, der von einer Vielzahl engagierter Ministrantinnen und Ministranten sowie unseren geschätzten Honoratioren begleitet wurde. Euer Einsatz und eure Hingabe sind beeindruckend und machen unsere Gemeinschaft lebendig. Es ist ein Zeichen der Einheit und der Freude im Glauben, die uns alle miteinander verbindet.
Beeindruckt von der Fröhlichkeit und festlichen Stimmung, die ihm entgegengebracht wurde, sprach der Bischof nahe bei den zahlreichen Kindern in den vorderen Kirchenbänken über die kommende Geburt Jesu.
Zur Hinführung zu unserem heutigen Evangelium möchte ich eine Begebenheit aus den Olympischen Sommerspielen 1972 in München teilen. Damals war das Olympiastadion voll besetzt, als der Marathonläufer ins Ziel einlief. Alle warteten gespannt und plötzlich strömte Jubel auf. Doch anstelle des erwarteten erschöpften Athleten kam ein blonder Jüngling, der fröhlich winkte – er stahl allen die Schau und sorgte für große Verwirrung. Diese Geschichte mag amüsant erscheinen, doch sie erinnert uns daran, dass es auch im Glauben Vorläufer gibt, die andere auf den Weg zum Wesentlichen hinweisen.
Im heutigen Evangelium geht es um einen Vorläufer, der nicht die Show stiehlt, sondern dem Kommenden den Weg bereitet. Johannes der Täufer weist auf Jesus hin und bringt seinen Jüngern bei, ihn nicht an sich zu binden, sondern auf den wahrhaftigen Messias hinzuweisen: "Seht das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinweg nimmt." Diese Worte sind nicht nur im Evangelium festgeschrieben, sie finden auch in jeder Heiligen Messe ihren Ausdruck, wenn wir uns auf die Eucharistie vorbereiten.
Johannes hat seine eigene Rolle im größeren Plan Gottes erkannt. Er sagt den Menschen klar und deutlich: „Ich bin nicht der Messias.“ Die Ankündigung des Kommenden, gibt uns das Beispiel, wie wir uns auf Weihnachten vorbereiten können.
In der hektischen Zeit der Weihnachtsvorbereitung, in der wir Geschenke besorgen und Karten schreiben, ist es wichtig, dass wir uns auch Momente der Stille und Besinnung nehmen. Advent ist nicht nur eine Zeit des äußeren Tuns, sondern auch der inneren Einkehr, des Singens und Betens. Lasst uns darauf achten, dass wir neben all den Vorbereitungen auch wirklich zu einer inneren Vorbereitung finden.
Liebe Gemeinde, am heutigen 2. Am Adventssonntag möchten wir innehalten und Dank aussprechen – Dank an all jene, die in unserer Pfarrei Verantwortung tragen: unseren Pfarrer Kilian Limbrunner, Diakon, Ruhestandspfarrer und Pfarrvikar. Vergelt's Gott für eure Treue in der Verkündigung des Evangeliums, für euren unermüdlichen Dienst an den Sakramenten und für die liebevolle Begleitung sowohl der Kinder und Jugendlichen als auch der Erwachsenen auf ihrem Glaubensweg. Ihr seid eine unschätzbare Stütze in unserer Gemeinschaft.
Lasst uns gemeinsam an unserer Mission festhalten, damit der Advent nicht nur eine Zeit des Wartens bleibt, sondern vielmehr eine Zeit der Begegnung mit dem Herrn, der kommt. Möge unser gemeinsames Wirken Früchte tragen – in der Gemeinschaft, in der Hoffnung und im Glauben. Amen.
Pfarrer Kilian Limbrunner drückte nach dem Vaterunser und dem Segen von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer seine Freude über den musikalischen Genuss des Gottesdienstes aus und sprach seinen Dank an die Chöre, Musiker und alle Mitgestalter aus, die diesen besonderen Tag verschönert haben. Er war überwältigt von der großen Beteiligung und rief voller Freude: „Was für ein Sonntag, was für ein Festtag!“ Dies ist ein Appell an uns alle, weiterhin im Geist der Gemeinschaft zusammenzuarbeiten und unseren Glauben lebendig zu halten.
Die Ministranten sowie die Kirchenmänner und -frauen, die Gemeindevertreter und die Ortsvereine, angeführt von der Blaskapelle Kerscher, begleiteten mit Stolz den Würdenträger nach dem beeindruckenden Festgottesdienst in der Pfarrkirche zum nahegelegenen Bürgerhaus.
Am Sonntag war ein besonderer Tag in Chamerau! Im Rahmen des Gottesdienstes trug der Bischof seine besten Wünsche für die Gemeinde ins Goldene Buch ein und sprach den Chamerauerinnen und Chamerauern Zufriedenheit, Glück und den Segen Gottes zu. „Hier wird das Evangelium im Geiste des Gemeinsinns gelebt und weitergegeben“, betonte er bei seiner Ansprache im Hochzeitszimmer des Rathauses. Das zeigt, wie wichtig der gesellschaftliche Zusammenhalt hier ist.
Bürgermeister Stefan Baumgartner fügte hinzu: „Die Pfarrkirche und das Rathaus stehen nicht nur architektonisch nah beieinander – es ist auch eine Ehre, Sie nach dem Festgottesdienst willkommen zu heißen.“
Bischof Voderholzer, der auf seiner Reise durch die Diözese bisher viele Eindrücke gesammelt hat, ließ es sich nicht nehmen, seinen Dank an die Chamerauer Gemeinschaft auszusprechen. Zum Abschluss überreichte Baumgartner dem Bischof als Zeichen der Wertschätzung die silberne Münze der Gemeinde. Nach einem geselligen Stehempfang im Bürgerhaus blieb genug Zeit für persönliche Gespräche mit dem Bischof – es war ein gelungener Tag für alle!
Bischof Voderholzer wurde im Bürgerhaus bereits herzlich empfangen.
Den Festgottesdienst zelebrierte Bischof Voderholzer mit den Priestern der Pfarrei.
Die vielen Kirchenbesucher folgten dem Würdenträger zum Bürgerhaus.
Am Bürgerhaus angekommen, begrüßte Bürgermeister Stefan Baumgartner den hohen Gast.
Mit seinen Priestern, Bürgermeister Stefan Baumgartner und seinen Ministranten ließ sich der Bischof gerne ablichten.
Beim Stehempfang nahm sich der Würdenträger viel Zeit für Gespräche mit den Funktionären des FC Chamerau sowie den Vertretern der verschiedenen Vereine und Institutionen.
Gut gelaunt plauderte er auch mit einigen Gemeinderäten und zeigte sich offen für alle Fragen.
Ganz analog trägt sich Bischof Dr. Rudolf Voderholzer im Goldenen Buch der Gemeinde ein. Mit im Bild: Pfarrer im Ruhestand Josef Triebenbacher, 2. Bürgermeister Christian Glonner, Pfarrer Kilian Limbrunner, Bürgermeister Stefan Baumgartner, 3. Bürgermeister Johann Robl, Pfarrvikar Praveen Martin, Diakon Harald Schneider (von links).