Insgesamt 60 Einsätze gemeistert
Ein Rettungseinsatz am Regen sorgte am Samstagabend für einen verspäteten Beginn der Jahreshauptversammlung, zu der sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Chamerau im Schulungsraum des Gerätehauses trafen. Schriftführer Stefan Münsterer ließ in seinem Bericht wichtige Ereignisse des vergangenen Vereinsjahres Revue passieren: die Jahreshauptversammlung, das Kesselfleischessen im Februar, das Hallenfest Anfang Mai sowie die besuchten Vereinsfeste. Außerdem gab es im Oktober einen Vereinsausflug nach München und beim Bäckerwirt wurde die Weihnachtsfeier abgehalten. Vorstand Christopher Hannes ging anschließend auf Zahlen und Daten des Vereins ein, dessen Mitgliederzahlen erneut gestiegen sind. Aktuell besteht dieser aus 171 Mitgliedern, davon fünf Ehrenmitglieder, drei Fördermitglieder und 54 im aktiven Dienst. Außerdem sind zwei Jugendliche in der Jugendfeuerwehr und 31 Kinder in der Kinderfeuerwehr aktiv. Auf ein Jahr mit höheren Einnahmen als Ausgaben konnte Kassier Lukas Graichen bei seinem Kassenbericht zurückblicken. Die beiden Kassenprüfer Christian Janker und Jonas Bräu bescheinigten eine fehlerfreie Kassenführung.
1.128 Einsatzstunden
Der 1. Kommandant Martin Robl berichtete, dass die aktive Mannschaft über das ganze Jahr hindurch 22 Übungen absolviert hat. Auch zahlreiche Fortbildungen und Lehrgänge standen 2025 auf dem Programm. In Chamerau legten Ende November außerdem 15 Vereinsmitglieder erfolgreich das Leistungsabzeichen Wasser ab. Die FFW Chamerau wurde 2025 zu insgesamt 60 Einsätzen gerufen, eine Sicherheitswache, sieben Fehlalarme, 42 Technische Hilfeleistungen und zehn Brände. Hierfür waren 1.128 Einsatzstunden notwendig. Insgesamt wurden bei Einsätzen, Übungen, Besprechungen, Lehrgängen und der Gerätepflege 3.640 Stunden ehrenamtlich geleistet. Die aktive Mannschaft erhielt auch wieder neue Gerätschaften. Ende 2025 wurde durch die Gemeinde Chamerau auch eine neue Tragkraftspritze bestellt, die nach der Auslieferung in diesem Jahr ihre 34 Jahre alte Vorgängerin ersetzen wird. Es schloss sich eine Neuerung bei der Feuerwehr Chamerau an, denn erstmals erhielten 26 Kameraden aus der Hand der drei Kommandanten für ihre Einsatz- und Leistungsbereitschaft in der aktiven Truppe eine Beförderung. Sie bekamen dazu jeweils eine Urkunde mit dem Dienstrang und einen Aufnäher für die Uniformjacke. Anschließend folgte von Jugendwart Lukas Fischer der Bericht der Jugendfeuerwehr, die sich das ganze Jahr hindurch zu 28 Gruppenabenden getroffen hat und aktuell aus zwei Mitgliedern besteht, da mehrere im Laufe des Jahres 2025 zur aktiven Mannschaft übergetreten sind. Andrea Bock berichtete über die zahlreichen Aktivitäten der Kinderfeuerwehr, der aktuell 31 Kinder angehören. Im vergangenen Jahr wurden acht Gruppenstunden abgehalten, in denen das spielerische Kennenlernen der Feuerwehr im Mittelpunkt steht und im Juli wurde erstmals die Kinderflamme abgelegt.
Explosion forderte
Bürgermeister Stefan Baumgartner zeigte sich in seinem Grußwort erfreut darüber, dass die Chamerauer Feuerwehr jetzt so viele Aktive und Mitglieder der Kinderfeuerwehr hat. Dabei dankte er der Wehr für die Fülle an Einsätzen und Vereinsaktivitäten. Gerade das umsichtige Vorgehen der aktiven Mannschaft bei der Explosion im Dezember macht ihn stolz, denn einen solchen Einsatz erlebt man nicht oft. Weiter erklärte er, die Gemeinde hat jetzt auch einen Wartungsvertrag für die Schlauchpflegeanlage im Gerätehaus abgeschlossen und im Jahr 2026 werden in allen drei Gerätehäusern der Gemeinde Chamerau Rauchmelder installiert. Die Ersatzbeschaffung für das LF 16/12 der Chamerauer Wehr erfolgt aber erst in ein paar Jahren, stattdessen wird das Fahrzeug in diesem Jahr gründlich überholt werden. Kreisbrandmeister Alexander Beier erklärte, dass die Feuerwehr Chamerau 2025 im KBM-Bereich Miltach die meisten Einsätze hatte. Die Explosion in der Bergstraße war mit Ausnahme von Großschadenslagen auch sein bislang längster Einsatz. Im nächsten Teil der Jahreshauptversammlung blickte der 2. Vorsitzende Lukas Klügel auf anstehende Termine im Jahr 2026 voraus. Der Verein wird die Gründungsfeste in Wolfersdorf, Thenried und Hof besuchen, am Sonntag, 8. Februar, gibt es wieder ein Kesselfleischessen im Gerätehaus.
Des Weiteren nahm die Mitgliederversammlung die Erhöhung des jährlichen Mitgliedsbeitrags auf 15 Euro ab dem Jahr 2026 an.
Die beiden Festleiter Christopher Hannes und Lukas Fischer gaben dann einen Ausblick auf das 150-jährige Gründungsfest am 25. und 26. Juli. Das Amt des Schirmherrn übernimmt Herbert Ettl, als Patenverein fungiert die FFW Staning. Gefeiert wird am Samstagabend als Open Air auf dem Gelände der 1000-Jahrfeier sowie am Festsonntag im Bereich zwischen Turnhalle, Schule und Bürgerhaus mit Blasmusik, Festgottesdienst und Festzug. Die Festleiter erklärten, dass hierfür viele helfende Hände notwendig sein werden.