„Mit Schwung“ in die nächsten sechs Jahre
In acht Gemeinden des Altlandkreises Kötzting gab es nur einen Bürgermeisterkandidaten. Unsere Redaktion hat mit den Kandidaten nach der Wahl gesprochen und erste Reaktionen erhalten.
Blaibach: Monika Bergmann (FWG) freut sich über das Ergebnis von über 87,3 Prozent: „Das ist ein gutes und starkes Zeichen, dass ich gemeinsam mit dem Gemeinderat die nächsten sechs Jahre voller Schwung, Elan und Tatkraft weitermachen kann und darf. Ich bin stolz und sehr dankbar, dass wir den eingeschlagenen Weg so weitergehen können.“ Gemeinsam wurde am Sonntagabend in Blaibach noch auf die weiteren Ergebnisse vom Landrat und Gemeinderat gewartet.
Zandt: Hans-Jürgen Laumer (FW) ist mit dem Ausgang der Wahl sehr zufrieden. Er konnte 90,7 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinen – und habe damit fast dasselbe Ergebnis wie vor sechs Jahren eingefahren. Er sieht in dem Ergebnis eine Bestätigung seiner Arbeit und „den Auftrag der Bürger, so weiter zu machen wie bisher“. Wie er sagt, habe in den vergangenen Jahren ein gutes Miteinander in der Kommune geherrscht, Projekte über Partei- und Ortsgrenzen hinaus seien realisiert worden. Wie es nun weitergeht? „Wir stecken schon mittendrin in den Planungen eines Ärztehauses“, informiert Laumer am Sonntagabend. Erst vor rund zwei Wochen konnte ein Zahnarzt dafür gefunden werden, jetzt laufe die Suche nach einem Arzt und einem Apotheker. Das Projekt habe Priorität, das Haus solle mit Leben gefüllt werden.
Chamerau: In der Gemeinde wurde Stefan Baumgartner (CSU-FWG) mit 94 Prozent wiedergewählt: „Das Ergebnis ist sehr zufriedenstellend“, freut er sich am Sonntagabend. Baumgartner startet nun in seine vierte Amtszeit als Bürgermeister – wie er herausgefunden hat, habe es in den vergangenen 80 Jahren keinen Bürgermeister in Chamerau mehr gegeben, der vier Perioden absolviert hat.
Grafenwiesen: Ein „super Ergebnis“ nennt Sabine Steinlechner (FW) die 62,5 Prozent, die sie gewählt haben. „Und das trotz der ganzen Kampagnen, die gegen mich gelaufen sind. Ich bedanke mich bei der gesamten Wählerschaft.“ Sie sei sehr stolz darauf, dass die Wähler ihr erneut das Vertrauen ausgesprochen haben. „Ich werde alles in meiner Kraft stehende tun, um mit einem neu gewählten Gemeinderat die Gemeinde weiter voranzubringen.
“Hohenwarth: Markus Schmidberger (BdG) wurde mit 76,6 Prozent als Bürgermeister gewählt. Ihm gratulierten die amtierenden 1. und 2. Bürgermeister Xaver Gmach und Reinhard Heitzer, die ihm alles Gute für die nächsten sechs Jahre wünschten. Die erste Amtshandlung von Schmidberger wird das Maibaumaufstellen am 1. Mai sein.
Lam: Lams Bürgermeister Paul Roßberger (CSU-BWV) freute sich sehr, dass die Arbeit der letzten Jahre von den Bürgern honoriert wurde – besonders auch in dieser Höhe von 95,1 Prozent. „Wir haben eine tolle Mannschaft im Gemeinderat sowie mit den Mitarbeitern des Marktes und ich freue mich auf die nächsten Jahre mit hoffentlich wieder konstruktiver Zusammenarbeit mit dem neuen Gemeinderat für unsere Heimat“, so das erste Statement des wiedergewählten Bürgermeisters kurz nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses.
Lohberg: Franz Müller war bei der Kommunalwahl der einzige Bürgermeisterkandidat in der Gemeinde Lohberg. Dem Bewerber der CSU-FWG wurde vom Wähler mit 91,5 Prozent das Vertrauen ausgesprochen. Die Wahlbeteiligung lag bei 68,4 Prozent. Vordergründige Handlungsfelder sind nun der Umbau und die Erweiterung des vormaligen Anwesens Silberbauer in eine ambulant betreute Wohngemeinschaft mit Tagespflege. „Die Betreibersuche ist bereits angelaufen und wird nun intensiviert“, ist der Rathauschef positiv eingestellt, dass die Anstrengungen erfolgreich verlaufen. Zudem werde die Gemeinde Infrastrukturmaßen in Angriff nehmen. Eine größere Maßnahme ist hierbei der Steinacker. In dieser Siedlung sind noch die früheren Guss-Wasserleitungen verbaut, die aufgrund von Alter und Materialverschleiß vermehrt Wasserrohrbrüche befürchten lassen. „Wir machen eine Ausschreibung und sind bereits am Aufmessen“, so Franz Müller. Anschließend gebe es eine Vorbesprechung mit den Anliegern, damit diese die Möglichkeit erhalten, im Zuge dessen ihre gewünschten Erneuerungen miteinzubinden. Ebenfalls ein umfangreiches Projekt sei die Digitalisierung der gesamten Wasserleitungen, damit man über den Verlauf genau Bescheid weiß und bei Schäden schneller Zugriff hat. Deshalb wird ein Ingenieurbüro in Zusammenarbeit mit dem Bauhof alle Wasserleitungen einmessen.
Neukirchen b. Hl. Blut: Dr. Johannes Müller (FWA) ist der neue Bürgermeister in Neukirchen b. Hl. Blut. Er erhielt 57,1 Prozent der Stimmen. „Ich bin nicht unzufrieden“, sagt er in einer ersten Reaktion. Wie in Eschlkam, so sei wohl auch in Neukirchen dazu aufgerufen worden, andere Namen auf den Stimmzettel zu schreiben. „Vor diesem Hintergrund ist das Ergebnis ganz ok.“ Müller: „Natürlich werde ich durch meine Arbeit in den nächsten sechs Jahren versuchen, die Bürger, die mich nicht gewählt haben, zu gewinnen.“