Neubau oder Anbau?
Zu seiner ersten Sitzung im neuen Jahr traf sich am Mittwoch der Gemeinderat im Sitzungssaal des Bürgerhauses, zu der Bürgermeister Stefan Baumgartner ungewöhnlich viele Zuhörer begrüßen konnte. Ein großes Thema war, wie es mit der Kinderkrippe weitergehen soll.
Folgenden Punkten stimmte der Gemeinderat zu: Der Gemeinderat stimmte der Errichtung einer doppelseitigen unbeleuchteten frei stehenden Werbeanlage in der Gemarkung Chamerau, dem Antrag auf Vorbescheid des Neubaus einer Gerätehalle mit Pferdestall in der Gemarkung Haderstadl sowie dem Antrag auf isolierte Befreiung beim Neubau einer Garage in der Gemarkung Chamerau zu.
Neubau des Cafés genehmigt
Bezüglich des Neubaus eines Bäckerei-Cafés in Chamerau im Gewerbegebiet zeigte sich Bürgermeister Stefan Baumgartner sehr erfreut über ein zusätzliches Geschäft in der Gemeinde. Das Café sei gut für Einheimische, Feriengäste und für Durchreisende, betonte er. Das Gremium gab ohne Gegenstimme grünes Licht für den Bau. Ein weiterer Tagungspunkt war die Bekanntgabe des Prüfungsberichtes über die überörtliche Rechnungsprüfung für die Haushaltsjahre 2019 mit 2023 und die Beschlussfassung über die Beanstandung. Der Gemeinderat erhielt bereits vorher die Infos zur Kenntnisnahme, war mit den von der Verwaltung vorgenommenen Erledigungen der Prüfungsbemerkungen einverstanden und stimmte ohne Gegenstimme zu. Im Rathaus Chamerau wurde die Jahresrechnung 2024 vom Rechnungsprüfungsausschauss örtlich geprüft, es wurden keine Unstimmigkeiten festgestellt. Die Entlastung des Bürgermeisters für das Haushaltsjahr 2024 nahm 2. Bürgermeister Christian Glonner vor, die einstimmig erfolgte. Sachbearbeiter Michael Wutz vom Fachbereich „Kämmerei“ informierte über die im Haushalt 2025 angefallenen über- und außerplanmäßigen Ausgaben und betonte, dass der Haushaltsausgleich positiv und zu keinem Zeitpunkt gefährdet war. Zurückgestellt wurde der Punkt „Bildung von Haushaltsresten im Haushaltsjahr 2025“.Eine längere Diskussion gab es zum Thema, welchen Weg man mit der Kinderkrippe Chamerau einschlagen soll. „Wir müssen etwas für die Kinderbetreuung in der Zukunft tun“, so Bürgermeister Baumgartner. „Wir schieben es schon einige Jahre vor uns und es muss endlich etwas geschehen.“ Die Frage sei, ob man an das bestehende Gebäude anbauen oder einen Neubau anvisieren sollte, denn das bisherige Gebäude werde auf lange Zeit gesehen zu eng. „Wahrscheinlich kommen wir um einen Neubau nicht herum, was viel Geld kostet, aber die Kinderbetreuung muss es uns wert sein.“ Vom Staat gibt es 800.000 Euro Zuschuss, wie der Bürgermeister informierte. 24 Krippenplätze seien das Ziel. Bis zur Genehmigung werden ein bis zwei Jahre vergehen. Der Gemeinderat beschloss, die Verwaltung zu beauftragen, eine Ausschreibung vorzubereiten.
Bekommt Chamerau ein Wasserkraftwerk?
Im letzten Punkt ging es um die Außenbereichssatzung Brunnwiesen in Staning. Im Zusammenhang mit einer Bauvoranfrage und einer geplanten Bebauung erließ die Gemeinde Chamerau diese Außenbereichssatzung. Nun möchte ein davon betroffener Grundstückseigentümer, dass seine Flächen aus der Satzung herausgenommen werden. Dem wurde zugestimmt.
Baumgartner gab bekannt, dass eine Besprechung zwecks eines Wasserkraftwerks im Regenfluss in Chamerau stattfindet. Dies wäre hinsichtlich des Hochwassers sehr empfehlenswert. Bei der Sitzung am 25. Februar werde er den Gemeinderat darüber informieren.