Schnelleres Internet in Chamerau
Chamerau. (hep) Die Entscheidung ist gefallen: Die Deutsche Telekom hat die europaweite Ausschreibung für den Gigabitausbau in Chamerau gewonnen. Mit einem Investitionsvolumen von 3,6 Millionen Euro wird die Gemeinde schnelleren Internetzugang für etwa 930 Haushalte schaffen, unterstützt durch einen staatlichen Zuschuss sowie Mittel der Telekom selbst.
Ziel ist es, bis Anfang 2029 Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s anzubieten. Besonders erfreulich: Einige Teile der Gemeinde, die derzeit noch über Kupferleitungen versorgt sind, werden bald auf modernste Breitbandtechnologie umschwenken.
Ein großes Projekt
Die Ausschreibung, die nun den Weg für den Ausbau ebnet, wurde von Bürgermeister Stefan Baumgartner bei der Vertragsunterzeichnung mit der Telekom verkündet. „In unserer Gemeinde rollen weiterhin die Bagger“, sagte Baumgartner und kündigte an, dass dieses Projekt eine der größten finanziellen Förderungen ist, die die Gemeinde in den letzten 40 Jahren erfahren hat. Der Gesamtbetrag für den Breitbandausbau beläuft sich auf 3,6 Millionen Euro, wobei die Gemeinde einen Zuschuss vom Bund von 50 Prozent (1,8 Millionen Euro) sowie 40 Prozent (1,449 Millionen Euro) vom Land Bayern erhält. Darüber hinaus wird der Eigenanteil der Gemeinde für die 930 förderfähigen Adressen bei 3.623.130 Euro liegen. Baumgartner drückte seinen Dank aus, insbesondere an die Telekom, vertreten durch den Kommunalberater Glasfaser, Christian Beiderbeck. Er betonte die positive Partnerschaft zwischen der Gemeinde und der Telekom: „Wir sind sehr froh und dankbar, dass jetzt die Telekom unser Premium-Partner ist. Dies gibt uns die Sicherheit, einen verlässlichen Partner an unserer Seite zu wissen und ein attraktives Angebot erhalten zu haben.“
Der Gigabitausbau wird nach den Worten des Bürgermeisters sowie von Beiderbeck von der Telekom bis 2029 abgeschlossen sein, sodass alle 930 Häuser an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Die Gemeinde hat sich bewusst für das Wirtschaftlichkeits- Link-Modell entschieden, mit besonderem Dank an die IKT GmbH Innovative Kommunikations- Technologien aus Regensburg, die durch Bastian Schmiofski vertreten war.
Die Gemeinde hat seit Jahren schrittweise Glasfaserinfrastruktur ausgebaut. Mit dem Gigabitausbau gewinnt die Gemeinde nicht nur an digitalem Standortvorteil, sondern wird auch als Wohn- und Arbeitsplatz attraktiver. Baumgartner äußerte sich auch zur Tragweite dieser finanziellen Maßnahme: „Dies ist ein historischer Schritt, den wir als kleine Gemeinde gehen. Eine Summe von 3,6 Millionen Euro ist enorm und erfordert eine gut durchdachte Finanzierung über mehrere Haushaltsjahre.“
Es sind knapp 225 Kilometer Glasfaser und 28 Netzverteiler, die in der Gemeinde verlegt oder verbaut werden. Insgesamt wurden 930 Adressen analysiert, die Auswirkungen auf etwa 1.550 Haushalte haben. Bürger können bereits ihr Interesse an einem Glasfaseranschluss anmelden. Sobald die Adressen freigeschaltet sind, wird die Gemeinde Informationsschreiben zu den nächsten Schritten versenden. „Wir danken der Gemeinde für das entgegengebrachte Vertrauen und werden das Projekt zügig umsetzen“, sagte Christian Beiderbeck von der Telekom, der die unterzeichneten Verträge entgegennahm.