Sternsinger sammelten viele Euros

08. Januar 2026: Rückblick auf die Sternsinger-Aktion in Chamerau: Ein Zeichen der Hoffnung und Solidarität
Ko Che In Ihren

Am Heilig Drei König Tag, dem Fest der Erscheinung des Herrn, wurde in Chamerau ein bedeutender Höhepunkt im Kirchenjahr gefeiert. Die Sternsinger, 28 Ministranten, waren bei jedem Wetter in der Gemeinde unterwegs, um den Weihnachtssegen unter dem Motto „Schule statt Fabrik“ zu den Menschen zu bringen. Mit dieser Aktion setzten sie ein starkes Zeichen gegen Kinderarbeit und für die Rechte von Kindern in Bangladesch und weltweit. Pfarrer Kilian Limbrunner verglich die jungen Menschen mit Werbeträgern, die über den eigenen Tellerrand hinausblicken und somit Gutes bewirken.
Bereits seit 68 Jahren hat sich das Sternsingen zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. In den letzten Jahrzehnten kamen rund eine Milliarde Euro zusammen, um mehr als 73.000 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in verschiedenen Regionen wie Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa zu unterstützen. So wurde deutlich, dass die liebgewonnene Tradition für viele Menschen von großer Bedeutung ist. Die Wertschätzung für das Engagement der Sternsinger spiegelte sich nicht nur in den gesammelten Spenden wider, sondern auch in den zahlreichen Süßigkeiten, die den Kindern auf ihrem Weg mitgegeben wurden.
In Chamerau zogen die Sternsinger als Boten in prächtigen Gewändern von Haus zu Haus. Sie schlüpften in die Rollen der Heiligen Drei Könige: Kaspar, Melchior und Balthasar. An den Türen schrieben sie den traditionellen Segensgruß „20*C+M+B*26“ und baten um Spenden für die diesjährige Aktion gegen Kinderarbeit in Bangladesch und weltweit. Ihre Botschaft war klar und eindringlich: Jedes Kind verdient eine Chance auf Bildung und eine Zukunft ohne Ausbeutung.
Die Feierlichkeiten gipfelten am Dienstag mit einem feierlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche, an dem die Pfarrei Chamerau gemeinsam das Hochfest der Erscheinung des Herrn beging. Hier zog Pfarrer Limbrunner mit den Sternsingern in ihrer festlichen Kleidung in das Gotteshaus ein und erinnerte die Gemeinde daran, dass dieses Fest als das zweite große Weihnachtsfest gilt. Er sprach darüber, dass wir heute ein weiteres Mal Weihnachten feiern, jedoch aus einer neuen Perspektive – der der Weisen aus dem Morgenland, die nach dem neugeborenen Jesus suchten.
Am Taufstein segnete der Geistliche Wasser, Weihrauch und Kreide, die im Gottesdienst Verwendung fanden. Er ermutigte die Gläubigen, in ihren Mitmenschen das verborgene Bild Jesu Christi zu entdecken und selbst zu einem „Stern“ für andere zu werden auf der Suche nach Gott und seinem Evangelium. Die Heiligen Drei Könige waren seiner Meinung nach auch auf der Suche – ein Gedanke, der eng mit dem Handeln der Sternsinger verknüpft ist. Ihre Gaben sind daher mehr als nur Spenden; sie sind Ausdruck von Solidarität und Hoffnung.
In seiner Einleitung thematisierte Pfarrer Limbrunner die wertvollen Gaben – Gold, Weihrauch und Myrrhe –, die die Weisen dem Jesuskind darbrachten. Er erklärte, dass Gold für Wohlstand stehe und dass Jesus uns lehre, unsere Talente zum Wohl aller zu nutzen. Weihrauch sei ein Hinweis auf die göttliche Natur Jesu, während Myrrhe uns daran erinnere, dass Jesus Christus die Medizin für das ewige Leben sei. Diese Botschaft war besonders maßgeblich, denn sie erinnert uns daran, dass jedes Leben, egal wie gebrechlich oder herausfordernd es sein mag, einen Sinn hat.
Der Gottesdienst fand seinen Abschluss mit einem herzlichen Dank an die Sternsinger für ihren unermüdlichen Einsatz. Pfarrer Limbrunner lobte die Kinder und Jugendlichen für ihren wertvollen Beitrag und ermunterte die Gottesdienstbesucher, sich einen kleinen Vorrat an geweihtem Wasser für den heimischen Weihwasserkessel mitzunehmen.
In Anbetracht der umfangreichen Aktivitäten und der damit verbundenen Rückmeldungen der Pfarrgemeinde lässt sich sagen, dass die Sternsingeraktion in Chamerau nicht nur ein Zeichen von Glauben und Tradition ist, sondern auch ein kraftvolles Symbol von menschlicher Solidarität in einer oft schwierigen Welt. Es bleibt zu hoffen, dass die gesammelten Gelder und die Botschaft der Sternsinger weiterhin dazu beitragen, positive Veränderungen für Kinder in Not zu bewirken und diese Tradition noch viele Jahre fortgeführt wird.