Traditioneller Walnuss-Kampf
Schon seit vielen Jahren bekommt ein Christbaum bei den Freischützen eine zweite Aufgabe. Zu Weihnachten mit Christbaumkugeln geschmückt, wird er später von den Schützenfreunden mit silberlackierten Walnüssen dekoriert, die dann als Zielscheiben für das traditionelle Nussschießen dienen. Im Innern der Schalen steckt eine Nummer, die – je nach Lust und Laune von Glücksgöttin Fortuna – entweder einen Gewinn oder eine Niete bedeutet.
Das Nussschießen erfreute sich auch in diesem Jahr großer Beliebtheit. Nach einem gut zweistündigen Wettkampf im Gasthaus Saurer war die letzte Nuss vom Baum geschossen. Spannung war bis zur Preisverleihung geboten, denn erst da erfuhren die Schützen, wie erfolgreich sie abgeschlossen haben. Ein Großteil der Gewinne bestand aus Naturalien wie Brot und Wurst – und diese Preise wurden bei einem geselligen Beisammensein brüderlich und schwesterlich geteilt. Vorsitzender Reinhard Preißer zog zufrieden Bilanz: „Das Nussschießen stärkt den Gemeinschaftssinn und die Kameradschaft im Verein und wird ein fester Bestandteil in unserem Jahreskalender bleiben.“