Wir dürfen stolz auf das Erreichte sein

30. Dezember 2025: Investieren und Schützen in den nächsten Jahren – – Die Bürgerversammlung zeigte ein hohes Maß an Verständnis für die geplanten Projekte und deren Vorrangigkeit.
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In der Gemeinde Chamerau folgten über 80 interessierte Bürger der Einladung ihres Bürgermeisters Stefan Baumgartner zur gesetzlich vorgeschriebenen Bürgerversammlung. Das Gemeinschaftsgefühl war spürbar, als die Einwohner mehr über die Ausgaben und Einnahmen des Jahres 2025 sowie über die geplanten Maßnahmen erfuhren. Bürgermeister Baumgartner nutzte die Veranstaltung nicht nur, um Zahlen und Fakten zu präsentieren, sondern auch, um mit den Bürgern direkt in den Dialog zu treten.

Herausforderungen und Erfolg

Mit voller Überzeugung berichtete Baumgartner von den vielen Herausforderungen, die die Gemeinde bewältigen musste, sowie von den Erfolgen, die sie bereits erreicht hat. „Wir dürfen stolz auf das Erreichte sein“, betonte er und verwies auf die Bedeutung einer soliden Infrastruktur für die weitere Entwicklung der Gemeinde. Er zeigte ihnen Herausforderungen und Probleme auf und half ihnen, eigene Anliegen einzubringen. Baumgartner betonte Aspekte, die sowohl für die Infrastruktur als auch für die Weiterentwicklung der Gemeinde von großer Bedeutung sind.
Dieser berichtete in seinen Ausführungen, dass wir viel erreicht haben, aber auch viel vor uns haben. Unser Gemeinderat und die Gemeindeverwaltung sind gefordert. Er führte aus: Die wichtigsten Einnahmen und Ausgaben sowie die Personalien der Gemeinde wurden heuer in 10 Sitzungen behandelt. Die Einwohnerzahl liegt derzeit bei 2605 Bürgern, wobei seit 2024 90 Personen zugezogen, aber auch 69 Personen weggezogen sind. Die Geburtenzahl 14 weist einen Rückgang von drei Geburten gegenüber 2024 auf. Die Zahl der Eheschließungen ist im Jahr um acht auf 15 gestiegen. Im Vergleich zu 2024 nahm die Zahl der Todesfälle in der Gemeinde mit 22 gegenüber 2024 mit 28 Verstorbenen ab. Die Zahl der Bauanträge ging auf 18 zurück, so waren 2023 noch 23, und 2024 erfreuliche 26 Anträge zu verzeichnen.

29 Beschäftigte der Kommune

Die Beschäftigten der Kommune sind für die Verwaltung, den Bauhof, den Kindergarten und die Schulbetreuung von großer Bedeutung. Mit insgesamt 29 Mitarbeitern und einem Budget von 1,89 Millionen Euro sind sie unentbehrlich für das reibungslose Funktionieren der Gemeinde. 
Sieben Mitarbeiter sind in der Verwaltung tätig, sieben im Bauhof, darunter auch in der Wasserversorgung und den Kläranlagen. Im Kindergarten arbeiten elf Personen, im Wertstoffhof eine und drei Personen kümmern sich in der Grundschule um die Betreuung von Hausaufgaben. Die Personalkosten beinhalten die Bereiche Verwaltung, Kindergarten, Bauhof, Abwasserentsorgung, Wasserversorgung und Bestattungswesen. Zusätzlich wurden 2025 Schulverbandsumlagen für die Schulen Cham und Bad Kötzting in Höhe von 103.200 Euro bezahlt. Die Zahlen verdeutlichen die vielfältigen Aufgaben und Verantwortlichkeiten, die unsere Gemeinde zu übernehmen hat.
Im gemeindlichen Bauhof gibt es eine Vielzahl von Fahrzeugen, die für die Instandhaltung unserer Straßen und die Sicherheit unserer Bürger unerlässlich sind. Unsere Fahrzeugflotte umfasst sowohl den robusten Lkw Atego, den Unimog U 430, den vielseitigen Komatsu-Lader und den zuverlässigen Volvo-Bagger. Aber auch kleine Fahrzeuge wie der Aufsitzmäher mit Hochentleerung oder der John-Deere-Traktor leisten einen wichtigen Beitrag zur Pflege unserer Gemeindestraßen.
Spezielle Fahrzeuge wie der VW-Bus für den Wasserwart, sowie der VW-Caddy für die Kläranlage sind von großer Bedeutung. Diese Fahrzeuge erlauben es unseren Mitarbeitern, schnell und flexibel auf Probleme zu reagieren und die Versorgung mit sauberem Wasser sicherzustellen. Wir verfügen über einen VW-Pritschenwagen, der vielseitig einsetzbar ist, sowie über einen 9,5-Tonnen-Anhänger mit Kipper, um Materialien zu transportieren.
Im Rahmen der Infrastrukturpflege verfügt unsere Gemeinde über sechs Feuerwehrfahrzeuge, die im Notfall Leben retten können. Mit diesem umfangreichen Maschinenpark können wir die 83 Gemeindestraßen in 21 Ortsteilen bei einer Gesamtlänge von 50,3 Kilometern effizient und professionell instandhalten. Unsere Mitarbeiter sind stolz darauf, einen Beitrag zur Sicherheit und Lebensqualität unserer Bürger zu leisten.

Haushaltsvolumen 2025

Mit einem Verwaltungshaushalt von 6,846 Millionen Euro und einem Vermögenshaushalt von 1,573 Millionen Euro liegt das Gesamtvolumen bei beeindruckenden 8,419 Millionen Euro. Besonders erfreulich ist der Rückgang des Schuldenstands der Gemeinde auf 724.000 Euro im Jahr 2025. Der Schuldenstand lag 2008 zum Amtsantritt von Bürgermeister Baumgartner bei 5.104.616,12 Euro, was eine Tilgung von 4.380.616,12 Euro in 18 Jahren aufweist. Es zeigt sich, dass die Gemeinde auf einem soliden wirtschaftlichen Fundament steht und verantwortungsbewusst mit ihren Finanzen umgeht.

Investitionen und Erneuerungen

Die Bürgerversammlung hat sich auch mit Investitionen und Erneuerungen auseinandergesetzt. Eine PV-Anlage mit Speicher wurde auf dem Bürgerhaus sowie auf der Turnhalle installiert. Von der Errichtung eines Spielplatzes in Moos, der Neugestaltung des Dorfplatzes in Lederdorn, dem Fernwärmeanschluss des FFW-Hauses in Chamerau. Der Löschwasserteich in Staning wurde saniert, sowie am FFW-Gebäude in Staning ein Sektionaltor eingebaut. Der Bauhof wurde auf Makita-Geräte umgestellt. In den letzten sechs Jahren wurden neun Grundstücke mit einer Gesamtfläche von 37,085 Quadratmetern erworben. Der DSL-Ausbau in der Gemeinde wird jetzt von der Telekom durchgeführt. Diese wird in den nächsten Jahren ganz Chamerau mit schnellem Internet bis zu den Häusern versorgen. Alle diese Investitionen und die Erneuerungen tragen dazu bei, die Lebensqualität in Chamerau zu verbessern.
In der Bürgerversammlung wurde auch ein interessanter Ausblick auf die Investitionen für das Jahr 2026 gegeben. Besonders faszinierend ist die Planung eines Schachkraftwerks zur Wasserkraftnutzung des Regens. Der Neubau der beiden Wasser-Hochbehälter in Lederdorn und Chamerau in den nächsten Jahren zeigt das Engagement der Gemeinde für eine nachhaltige Infrastruktur.

Fragen und Antworten 

Die an den Bürgermeister herangetragenen Themen wurden im Rahmen der Fragestunde „Sie haben das Wort“ behandelt.
Die erste Frage an das Gemeindeoberhaupt betraf den Straßenausbau der Hauptstraße in Lederdorn sowie die Straße auf den Haidstein. Eine weitere Frage war die Nutzung der Windkraft im Gemeindebereich. Die nicht mehr tragbare Situation im Buchbauer-Einkaufsmarkt in der Grube führte zu heftigen Diskussionen. Eine weitere Frage galt der einmal geplanten Ladestation im neu gestalteten Dorfmittelpunkt. Angeregt wurden das Aufstellen einer Straßenlaterne am Ende des Kindergartenweges, sowie die Erneuerung der Weihnachtsbeleuchtung auf der Regenbrücke. Zur Verwirklichung eines Fahrradweges von Chamerau nach Lederdorn sowie nach Staning wurde an fehlenden Grundstücken vorläufig zurückgestellt. Eine längere Zeit nahm die Bahnüberführung in Roßbach in Anspruch, obwohl diese von der Bundesbahn als alleiniger Träger mit 500 000 Euro bereits in der Endphase der Planungen angekommen ist, und die Gemeinde keinen Euro dazu beitragen muss. Ein weiterer erfreulicher Punkt sei der DSL-Ausbau im gesamten Gemeindebereich, der für die Hausbesitzer bis zum Übergabepunkt am Haus dank Zuschüssen kostenfrei sein werde. Bürgermeister Baumgartner konnte noch vom Einbau einer Klimaanlage im Saal des Bürgerhauses berichten, außerdem werden die Leerstände von Häusern im Gemeindebereich sowie die freien, nicht bebauten Grundstücke stärker beobachtet werden, um einen Notstand an Wohnungen abzubauen. Der letzte Punkt der Fragestunde war das leidige Thema „Pünktlichkeit der Bundesbahn“, wozu Baumgartner nur kurz antwortete, dass dies eine Angelegenheit der Bahn sei und nicht der Gemeinde.

Soziale Verantwortung und Gemeinschaft

Nach dem Ende der gut zweistündigen Bürgerversammlung bedankte sich Bürgermeister Baumgartner bei allen Anwesenden und betonte die wichtige Rolle der Vereine in der Dorfgemeinschaft. Ihr Engagement trägt entscheidend zur Lebensqualität in Chamerau bei. Die Vereine schaffen nicht nur ein starkes soziales Gefüge, sondern bieten auch zahlreiche Freizeitaktivitäten für alle Altersgruppen an.
Bürgermeister Baumgartner schloss mit den Worten, dass die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Bürgern und Vereinen die Grundlage für eine lebendige Gemeinde bildet. „Wir sollten stolz auf das Erreichte sein und weiterhin gemeinsam an einer positiven Zukunft arbeiten“, betonte er abschließend.
Diese Bürgerversammlung war nicht nur ein Ort des Informationsaustauschs, sondern auch eine Plattform für die Bürger, ihre Meinungen zu äußern und aktiv an der Gestaltung ihrer Heimat mitzuwirken. Chamerau ist auf einem guten Weg, und die Gemeinschaft kann optimistisch in die Zukunft blicken.

 

Bei der Bürgerversammlung verfolgten über 80 Bürger aufmerksam die Ausführungen. Diese hohe Teilnehmerzahl zeigt das große Interesse der Bevölkerung an lokalen Themen und Entscheidungen.