Nichts für Kalorienzähler

07. April 2026: Ein geselliger Tag bei Bayerischen Spezialitäten in Birnbrunn
Zahlreiche (1)

Die Gemeinde Chamerau, welche über das Jahr hinweg diverse Veranstaltungen für ihre älteren Bürgerinnen und Bürger anbietet, lud am Dienstag 35 Seniorinnen und Senioren zu einem außergewöhnlichen Treffen, diesmal ins Gasthaus Kienberger in Birnbrunn ein. Dort stand das traditionelle Kesselfleischessen auf dem Programm, das bei den Gästen für fröhliche Stimmung und viel Gesprächsstoff sorgte. Der Seniorenbeauftragte Max Altmann hatte dies organisiert und geleitete die vergnügten Senioren aus dem Regental durch einen angenehmen Nachmittag, der von nostalgischen Erinnerungen und geselligen Stunden geprägt war.
Schon bei der Ankunft wurden die Gäste herzlich von den Wirtsleuten begrüßt, die das Motto des Tages gleich voranstellten: „Glangts gscheid hi und essts so vai wirds kinnts!“ – frei übersetzt: Kommt ausreichend hungrig vorbei und esst, so viel ihr könnt, wenngleich es auch zur bald endenden Fastenzeit geschieht. Die dampfenden Schüsseln mit Kesselfleisch, Wammerl, Blut- und Leberwurst, serviert mit Sauerkraut und knusprigen Bratkartoffeln, ließen viele der Seniorinnen und Senioren in ihre Jugend zurückblicken. In jener Zeit stellte eine alljährliche Hausschlachtung eine etablierte Gepflogenheit dar, welche die Versorgung mit Fleisch- und Wurstwaren während der Wintermonate sicherstellte.
„Naa, koa Mageres mog i net!“, schmunzelte eine Seniorin und griff lieber zu einem saftigen, durchwachsenen Stück Wammerl. Die Veranstaltung war in der Tat ungeeignet für Personen, die auf ihre Kalorienzufuhr achten. Gerade darin lag jedoch der besondere Anreiz, gemeinsam zu speisen, die bayerische Gastronomie zu genießen und in geselliger Runde beisammen zu sein. Und für diejenigen, die kein Kesselfleisch bevorzugten, gab es auf der umfangreichen Tageskarte noch genug Schmankerl für ein erfolgreiches Mittagessen.
Besonders die Möglichkeit, sich die Beilagen und Fleischsorten ganz nach dem eigenen Geschmack zusammenzustellen, wurde von den Gästen geschätzt. Am Nebentisch wurde auch mal auf Bairisch gefragt: „Gibt’s ebba a no a Ohrwaschl?“ – eine humorvolle Nachfrage nach einer zusätzlichen Spezialität, wie sie früher noch aufgetischt wurde, die zeigt, wie vertraut die Senioren mit den regionalen Besonderheiten noch sind.
Nach dem erfolgten Mahl waren sich alle Anwesenden einig: „Es hat gemundet – es war vortrefflich!“ Ein kleiner Digestif zur Förderung der Verdauung beschloss den Festtag, bevor abschließend noch die Möglichkeit bestand, zwischen Presssack in heller oder dunkler Ausführung zur Entnahme zu wählen. Auf diese Weise konnten die kulinarischen Erinnerungen zu Hause noch länger bleiben.
Max Altmann, der Seniorenbeauftragte, nutzte die Möglichkeit, den nächsten Ausflug am 29. Juli zu verkünden. Dann steht ein Besuch am malerischen Chiemsee auf dem Programm – wiederum verbunden mit einem geselligen Beisammensein. Derartige Zusammenkünfte stellen für die älteren Bürgerinnen und Bürger Chameraus eine geschätzte Möglichkeit dar, Geselligkeit zu erfahren, gemeinsame Erinnerungen auszutauschen und neue zu begründen.
Zweifellos steht das gesellige Beisammensein im Vordergrund, und angesichts von Speisen wie Kesselfleisch, Bratkartoffeln und Sauerkraut darf man die Kalorien bedenkenlos außer Acht lassen. Denn genau solche gemeinsamen Momente machen das Leben auch im fortgeschrittenen Alter besonders schön.