Ortsgemeinschaft renoviert Kapellenvorplatz

27. September 2020 : Dank Eigenleistungen einiger Bewohner von Gillisberg bleiben die Kosten im Rahmen - Corona Krise verhindert bisher die Fatima-Andachten

 Chamerau. Als derzeit einziges Objekt der wiederkehrenden, alljährlichen Pflege und Instandsetzungsarbeiten wird von den Kapellenfreunden Gillisberg die Erneuerung des Zuganges zur Kapelle um diesen gleichzeitig barrierefrei für Rollstuhlfahrer zu machen und die Altarfläche für Gottesdienste im Freien zu vergrößern durchgeführt. Auch werden Pflanzungen rechts und links neben den Randsteinen noch vorgenommen.
Die Gillisberger Familien Michael Wanninger und Alois Wagner sowie ein Verwandter der Familie Wanninger begannen letzte Woche mit der Sanierung des Vorplatzes an der Fatimakapelle in Gillisberg. Durch die nahe an der Kapelle stehenden Bäume sind am Zugang zu dieser erhebliche Schäden entstanden.

 Freiwillige Arbeitsstunden und Materialspenden

 Als ein wirkliches Schmuckkästchen präsentiert sich die Fatimakapelle mit ihrem neu erstellten Zugang in Gillisberg mittlerweile wieder. In einer bemerkenswerten Gemeinschaftsleistung wurde es in den zurückliegenden Tagen von den Kapellenfreunde der Zugangsbereich zur Kapelle vollständig renoviert. Mehrere freiwillig und unentgeltlich geleistete Arbeitsstunden wurden dafür von den Gillisberger Kapellenfreunden aufgewendet. Doch nicht nur das, auch die angefallenen Kosten für das benötigte Material und einige Facharbeiten, die nicht selbst erbracht werden konnten, wurden von den Kapellenfreunden vorgestreckt. Unterstützung erfuhren die „Erneuerer“ durch die Bereitstellung von Humus durch die Baufirma Alfons Schönberger, sowie durch die Gemeinde Chamerau mit Schotter und Split für die Auflage des neuen Pflasters.

 Corona verhindert Fatima- Andachten

 In diesem Jahr konnte die Fatimakapelle auf ihr 54- jähriges Bestehen zurückschauen. Die volkstümlich gehaltenen Fatima-Andachten, bei der sich die Besucher um die Kapelle gruppieren, findet immer mehr An¬klang. Jeweils am 13. der Monate Mai bis Oktober, der Tage der Marienerscheinung in Fatima (Portugal) im Jahr 1917, versammeln sich hier Gläubige aus der Umgebung, um mit Gebeten und Liedern die Muttergottes zu verehren. Da die Kapelle die zahlreichen Besucher nicht fassen kann, stehen sie in einem Halb¬kreis vor dem Eingang. Selbst die im Herbst früh einsetzende Dunkelheit hält die Marien¬verehrer nicht ab. Das Hauptfest und auch Jahrestag der Einweihung ist der 13. August. Mit Zitherbegleitung sangen an diesem Tag jeweils die Gläubigen mit alten bayerischen Marienliedern zur Andacht. Leider konnten wegen der Corona Krise in diesem Jahr bisher keine Fatima Andachten an der Kapelle stattfinden.

 Erinnerungen an den Kapellenbau

 Aus Anlass des 54-jährigen Jubiläums der Erbauung im Jahre 1966 soll hier ein kurzer Rückblick auf die Geschichte der kleinen Kapelle gegeben werden. Unweit am Standpunkt der jetzigen Kapelle stand schon früher eine Kapelle. Nachdem sie baufällig wurde und ein Blitzschlag sie zusätzlich be¬schädigte, war ihr Los beschieden. Sie musste am 25. Mai 1966 abgetragen werden. Durch die große Opferbereitschaft der Einwohner von Gillisberg, die sich durch Geldspenden, Hand- und Spanndienste auszeichnete, konnte eine neue Kapelle gebaut werden. Der damalige Pfarrer Josef Schlosser aus Chamerau, ein Förderer des Vorhabens und Stifter des Glasmosaikbildes von Ph. A. Henneberger, Bad Kötzting, setzte sich dafür ein, dass die Kapelle an die Wun¬der von Fatima erinnern sollte. Am Abend des 13. August 1966 geleitete die Chamerauer Pfarrgemeinde in einer feierlichen Lichterprozession ihren Pfarrer zur Einweihung der Kapelle nach Gillisberg.
Die weiß verputzte Kapelle hat Oktogonform (Achteck) mit einem Vorbau aus Holz. Durch diese Bauform wurde eine Beziehung zu der Pfarrkirche Chamerau geschaffen, de¬ren Anbau dieselbe Form aufweist und einige Jahre vorher entstand. Das Dach ist mit Schindeln gedeckt. Eine schmiedeeiserne Rundbogentüre, führt in das Innere der Kapelle. Über dem kleinen Steinaltar schmückt ein Glasmosaik die Gottesmutter darstellend, die Wand. Die Decke ist mit hellem Holz eingeschalt. Für ein stilles Gebet und zum Verweilen laden die seitlichen Bänke ein. Durch reichlichen und immer frischen Blumenschmuck hinterlässt das Kleinod einen freundlichen Ein¬druck. Die Ruhebänke vor der Kapelle unter schattigen Bäumen laden den Spaziergänger zu einer kurzen Rast und zeigen ihm die Schönheit in Gottes Natur.

 Dank für die breite Unterstützung

 Der Dank gilt all jenen Menschen, die bisher mitgeholfen hatten, das dieses kleine Schmuckstück in Gillisberg jedes Jahr immer wieder im neuem Glanze erstrahlt. Insbesondere bei den größeren Bau- und Renovierungsmaßnahmen konnten die Kapellenfreunden Gillisberg zu allen Zeiten auf großzügige Unterstützung seitens der Gemeinde- und Pfarrgemeinde, der bei den Maßnahmen beteiligten Firmen und von Freunden und Gönnern zählen. 

 Der besondere Dank richtete sich dabei vor allem an die Familien Wanninger, Wagner, Greisinger, Wenzl und Christl, die sich mit anderen in den vergangenen Jahren immer wieder um die Renovierung der Kapelle einbrachten, damit die Kosten im vorgegebenen Rahmen blieben. Besonders hervorheben möchten wir die zahllosen unbezahlten Arbeitsstunden, die die Gillisberger Ortsgemeinschaft aktiv bei den Arbeiten mitwirkten.

 Nicht vergessen wird dabei des bereits verstorbenen Bauunternehmers Alfons Schönberger, ein Mann der Tat, ein Förderer der Chamerauer Vereine und Helfer in mannigfachster Art. Dieser ließ es sich im Jahre 1997 nicht nehmen und spendete für die Fatimakapelle den kompletten Glockenturm mit Glocke.
Wenn man die Geschichte und die Ent¬wicklung der kleinen Kapelle kennt, stimmt man der Inschrift im Innern der Kapelle zu: „Die Kapelle soll sein ein Zeichen Gottes in der Welt, ein Zeichen unserer Lieben Frau, eine Stätte stillen Betens und der Einkehr sein“. Allen zusammen dafür unseren herzlichen Dank!

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