Partner für die Schule

03. Februar 2020 : Gesellschaft zur Förderung und sozialer Integration GmbH stellt sich vor

Chamerau. Bürgermeister und Schulleiter aus dem Landkreis Cham und den angrenzenden Landkreisen trafen sich zu einem Informationsnachmittag zum Thema "Offene Ganztagsschule und Mittagsbetreuung an Grundschulen". Die Leitung der Veranstaltung lag in den Händen von Birgit Gerlach-Kneißl von der gfi Weiden, als Rednerin zu den Themen stand Martina Weiß von der Hauptstelle Weiden Rede und Antwort. Ebenfalls anwesend waren Mareike Kaiser als Koordinatorin der Außenstelle Cham.

 Birgit Gerlach-Kneißl stellte zuerst die Gesellschaft zur Förderung und sozialer Integration GmbH mit ihrem Konzept vor. Seit vielen Jahren ist die gfi Partner der Bayerischen Staatsregierung, die durch den Ausbau von Ganztagsschulen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern will.

Kooperationspartner 

 Seit dem Schuljahr 2019/20 steht die gfi 54 Schulen als Kooperationspartner zur Verfügung, so eröffnete Martina Weiß ihren eineinhalb Stunden lang dauernden Vortrag. Mit insgesamt 64 Gruppen offene Ganztagsschule, 16 Klassen im gebundenen Ganztagsbereich, zwölf Gruppen Mittagsbetreuung und 21 Schulbegleitungen ist sie Ansprechpartner für die verschiedensten Schularten.

 Konnte bislang an den Grundschulen lediglich eine Mittagsbetreuung bis 14 Uhr angeboten werden, so können jetzt die ihre Sprösslinge im Anschluss an den stundenplanmäßigen Klassenunterricht bis maximal 16 Uhr an einer offenen Ganztagsschule beaufsichtigen lassen. "Offen" deshalb, da die Teilnahme an diesen Nachmittagsprogrammen freiwillig ist.

 Für die Schüler der Ganztagsschule erweitert sich der "Lernort Schule" zu einem "Lebensraum Schule". Diese offene Ganztagsschule erfreut sich wegen der enormen Flexibilität seit Jahren großer Beliebtheit. "Offen" deswegen, weil bei dieser Form die Eltern entscheiden, wie viele Tage man für die Kinder bucht und welche Tage das sein sollen. 

Hohe Nachfrage

 Eine Bedarfsabfrage bei den Eltern in der Oberpfalz hat ergeben, dass viele Eltern eine Nachmittagsbetreuung benötigten. Die Regierung fordert für alle Schulen - unabhängig von der Schülerzahl - mindestens 14 teilnehmende Kinder. Erfahrungsgemäß erhöhen sich nach der Anlaufphase die Zahlen der Nachmittagsschüler.

 Wie Martina Weiß schilderte, schließt sich die OGTS direkt an den Unterricht an bis 16 Uhr, die genaue Zeit ist gekoppelt an die Busbeförderung und bietet neben einer Hausaufgabenbetreuung eine breite Auswahl an Freizeitangeboten sowie eine tägliche Mittagsverpflegung. Die Leitung obliegt einer Lehrkraft oder einer pädagogischen Fachkraft und Fachpersonal.

 Die Betreuung findet während der Schulwochen von Montag bis Donnerstag von Unterrichtsende bis 16 Uhr statt. Bei Bedarf der Eltern und in Absprache mit der Schulleitung können Betreuungsangebote in den Randzeiten (zum Beispiel bis 17 Uhr oder Freitag) oder in den Ferien organisiert werden. Es entstehen gegebenfalls zusätzliche Kosten.

 Die Anmeldung erfolgt direkt an der Schule oder bei der gfi bei Koordinatorin Alexandra Dirscherl, Dr. Karl-Stern-Straße 4, 93413 Cham, Tel. 09971/200370 oder per E-Mail alexandra.dirscherl@die-gfi.de . Die Mindestbuchzeit beträgt zwei Nachmittage pro Schulwoche. 

 Da es sich bei der OGTS um eine schulische Veranstaltung handelt, sind die Buchungszeiten für das Schuljahr verbindlich. Befreiungen müssen durch die Schulleitung genehmigt werden.

 Die Betreuung durch die OGTS wird vom Freistaat Bayern und dem Schulaufwandsträger finanziert und sind für die Eltern kostenfrei. Kosten entstehen den Eltern durch die Mittagsverpflegung sowie eventuell durch zusätzlich buchbare, freiwillige Angebote oder zusätzliche Zeiten.