Sanierung der Gemeindestraßen

10. August 2020 : Straßenschäden in Chamerau wurden schnell und unkompliziert behoben.

 Chamerau. Am Freitag sorgte ein Spezialfahrzeug einer Asphaltbaufirma in der Gemeinde Chamerau für Aufsehen. Viele dachten sich wohl: Was macht denn diese Firma? Der Gemeinderat  hat in einer seiner letzten Sitzungen beschlossen, mit der Sanierungsmethode dieser Firma die Straßen, die noch nicht so mit Rissen beschädigt sind, zu sanieren.

 Kostengünstiges Verfahren

 Der Begriff „Straßenerhaltung“ beinhaltet die betriebliche und bauliche Erhaltung der Verkehrsflächen in der Gemeinde. Unter „baulicher Erhaltung“ ist u.a. die Instandhaltung von Straßenbefestigungen mittels kleinflächiger baulicher Sofortmaßnahmen zur Substanzerhaltung zu verstehen. Hierzu zählt auch die Fugen- und Risssanierung.

 Durch die Risse dringt Oberflächenwasser in den Straßenunterbau ein. Das eindringende Oberflächenwasser unterspült allmählich den Straßenunterbau. Dieses führt zu mangelnder Funktion des Unterbaues und zur Bildung von Netzrissen in der Straßenoberfläche, was eine ganzflächige Oberflächenbehandlung erforderlich machen würde. Verkehrsbelastung in Verbindung mit Frost- Tauwechsel haben schließlich die Entstehung von Rissen zur Folge. Mit der Anwendung der Fugen- und Risssanierung wird der Erhalt des Gebrauchswertes der Straßen gesichert.

 Risse in der Fahrbahn sollten rechtzeitig saniert werden, um größere Folgeschäden zu verhindern und um die Verkehrssicherheit zu erhalten. Aber nicht jedes Verfahren ist für die Sanierung jeder Art von Rissen geeignet. Daher kommt der Aufnahme der vorhandenen Risse (Art, Rissbreite, Häufigkeit, Verlauf) besondere Bedeutung zu, um letztendlich die effizienteste Sanierungsmethode auszuwählen. So entschied sich der Gemeinderat dieses kostengünstige Verfahren wieder, wie schon in den letzten Jahren einzusetzen.

 Erst Reinigung mit Druckluft

 Zur optimalen Risssanierung ist es erforderlich, dass das Vergussmaterial in die Risse eindringen und diese vollständig überdecken kann. Das setzt vor dem Vergießen ein intensives Reinigen der Risse voraus. Die Firma reinigte zunächst die Risse mit Druckluft, durch den hohen Druck wird die schadhafte Stelle von Schmutz und loser Körnung gesäubert, gleichzeitig auch getrocknet und vorgewärmt. Ein Mitarbeiter brachte als nächsten Arbeitsschritt das Edelsplitt-Emulsionsgemisch als Haftverbindung auf und deckte die Fläche mit Edelsplitt ab. Durch dieses Verfahren wurden die Schadstellen dauerhaft verschlossen und versiegelt.