In Chamerau begann die „stade Zeit“ - auch ohne Schnee

06. Dezember 2018 : ADVENT Chamerauer stimmen sich auf Weihnachten ein - Nikolaus und Tombola bereicherten Veranstaltung

Chamerau. Es „weihnachtete“ sehr in Chamerau. Trotz der schlechten Witterung ließen sich Veranstalter und Gäste nicht beirren und sprachen dem im Gemeindezentrum abgehaltenen 20. Weihnachtsmarkt recht zahlreich zu. Das Wetter zum Weihnachtsmarkt am Sonntag war gelinde gesagt „Saugreislieg“ in diesem Jahr, anstatt des Regen wäre wieder einmal der Schnee für die adventliche Stimmung gefragt gewesen. Trotzdem war der Weihnachtsmarkt auf dem Platz zwischen Schule, Kindergarten, Turnhalle und Bürgerhaus mit seinen geschmückten Buden wieder ein enormer Anziehungspunkt für Groß und Klein, darunter befanden sich viele Auswärtige. Die örtlichen Vereine lockten mit einem reichhaltigen kulinarischen Angebot, das kaum Wünsche offen ließ. Und bei den Getränken hatten die Besucher buchstäblich die Qual der Wahl. Obwohl die Temperaturen nicht unter den Gefrierpunkt fielen, war dennoch der Platz beim Holzofen am begehrtesten.

Bürgermeister Stefan Baumgartner, begrüßte die Besucher gegen 15 Uhr, wo 12 Buden die Besucher mit „allerlei Leckereien verwöhnen werden”, versprach Baumgartner. Das Gemeindeoberhaupt erinnerte daran, dass „Essen Leib und Seele zusammenhält” und lud dazu ein, am Markt-Treiben teilzunehmen um das besondere Flair des Chamerauer Weihnachtsmarktes, bei dem für alle Altersschichten etwas geboten sei, zu genießen. Beim Weihnachtsmarkt darf man nicht durch Abwesenheit glänzen, erst der Gast macht den Markt zum Erlebnis. Trotz des Dauerregens wurde es bis in den späten Abend, bunt und fröhlich.

Der Nikolaus mit dem weißen Rauschebart und der Mitra, begleitet von Engeln nötigte den Kleinkindern Ehrfurcht ab, bis er sie in Mundart ermutigte: „Komm nur her!” Mit einem Griff in seinen Nikolaus-Sack holten die kleinen allerlei Süßigkeiten heraus - oft blieben sie überrascht mit offenen Mündern vor ihm stehen und bedankten sich artig. Die älteren Kinder bedankten sich, klemmten das Geschenk des Nikolaus unter den Arm und gingen weiter über den Markt auf Entdeckungstour.

Weihnachtliche Klänge schallten aus einer Lautsprecheranlage über den Platz. Auf den Abend eingestimmt, hatte am Nachmittag eine Bläsergruppe die Besucher mit weihnachtlichen Waisen unterhalten. Bürgermeister Stefan Baumgartner, der in seiner Eröffnungsrede „ruhige Momente auf dem Adventsmarkt” wünschte, hatte wieder einmal nicht zu viel versprochen. Der herrlich geschmückte Platz mit einem beleuchtetem Weihnachtsbaum und der Schein aus den Buden sorgten für das passende Ambiente, der zum Rundgang und innehalten einlud, es könne ein Ausgleich zu den stressigen Weihnachtseinkäufen sein. Das Einzige was zur perfekten Adventsstimmung fehlte, war Schnee.

Im Rund des Innenhofes des Gemeindezentrums hatten 12 „Fieranten" Buden, Zelte und Stände aufgebaut und boten Waren verschiedenster Art. an. Es waren nicht nur Gestecke und weihnachtli­che Dekorationen, für die es viele Kaufinteressenten gab. Für Schle­ckermäuler gab es süße und herzhafte Leckereien. Hungrige konnten schon von weitem die Wurststände ausma­chen. Zum Aufwärmen konnte zwischen Glühwein und Feuerzangenbowle gewählt werden. Und wer es kälter vertrug, für den hatte noch ein Pilsstand geöffnet.

Die Teilnehmer die zum größten Teil schon von Anfang weg dabei sind, waren am 20. Chamerauer Weihnachtsmarkt: Der FC Chamerau mit der Damengymnastik-, Badminton, Tischtennis, die Inselkicker und die Fußballabteilung, Kindergarten, Schützenverein, Frauenbund, Ministranten, Schule, Strickwaren Kurnoth und „Honig“ Bergbauer aus Blaibach. Im Schein des Tannen­baums entwickelten sich bis in den späten Abend ohne Stress und Hek­tik bei familiärer Atmosphäre viele Gespräche, und die Besucher konn­ten sich dabei auf das Weihnachts­fest einstimmen.

Um 18 Uhr stand wieder das Highlight beim 20. Weihnachtsmarkt in Chamerau an. Die Fußballabteilung des FC Chamerau entschloss sich, wieder wie schon die letzten Jahre, die Ni­kolausverlosung mit vielen Preisen unter freiem Himmel abzuhalten. Bevor die Tombola startete, bedankte sich Bürgermeister Stefan Baumgartner als Sprecher der Nikolausverlosung bei allen Helfern, Spendern und Funktionären in der Fußballabteilung. Vor der Verlosungszeremonie wurden wie schon Wochen vorher Lose verkauft.

Zur Verlosung, bei der sich als Glücksfeen Theresa Baumgartner und Maximilian Janker betätigten, war der Platz brechend voll, den alle die Lose erworben hatten, erhofften sich einen Gewinn, den sie gleich mit nach Hause nehmen wollten. Zuerst wurden die vier Hauptpreise gezogen aber um die Spannung zu vergrößern, wurden diese erst am Ende bekanntgegeben.

Dank der langjährigen Unterstützung der Geschäftswelt kamen wieder 30 hochwertige Preise zur Verlosung. Unter anderem wartete der Haupttreffer, ein LED-Flat TV mit 55 Zoll, ein Express-Kaffeevollautomat und ein Tablet 10 Zoll auf die Gewinner. Diese drei Preise wurden wieder gestiftet von der Firma Kappenberger und Braun aus Cham, die bereits seit Jahrzehnten den FC Chamerau mit seinen Abteilungen zur Nikolausverlosung und das Jahr über großzügig Unterstützen. Der 3. Hauptpreis, ein Miele Staubsauger ZX1 wurde von „Elektro Ellmann gespendet, die den FC Chamerau ebenfalls das ganze Jahr über Unterstützung gewähren. Zur Verlosung kamen außerdem viele Gutscheine aus der Chamerauer und der Geschäftswelt rund um Chamerau. Neben diesen tollen Preisen konnten noch viele weitere wertvolle Preise bei der Nikolausverlosung gewonnen werden. 

Der 1. Preis das Fernsehgerät ging an Florian Bauer aus Waldmünchen. Den zweiter Preis, den Kaffeevollautomaten gewann Peter Lehneis aus Wölsting, über den Miele Staubsauger als dritten Preis konnte sich Johannes Kurnoth aus Chamerau freuen, das Tablet als vierten Preis gewann Jörg Lepper aus Chamerau.

Der Dank von Bürgermeister Stefan Baumgartner galt den Organisatoren dieses Adventsmarktes und allen, die mitgeholfen hatten beim Aufbau der tollen Stände und für ihr Engagement, bei der Gestaltung des musi­kalischen Rahmenprogramms oder der Versorgung mit entsprechender Energie, natürlich auch den zahlrei­chen Besuchern, die ihn mit Leben erfüllten.